Kleine Leute – große Sprünge

sommerfest-2017

Na also, geht doch! Der Wettergott hat ein Einsehen mit der ridato-Flüchtlingsinitiative und schickt sogar ein paar Sonnenstrahlen zum Elefantenspielplatz. Dort nämlich finden sich am Donnerstag, dem 13. Juli, junge und jung gebliebene Röbeler beim ridato-Sommerfest ein. Eine bunte Hüpfburg, aus der fröhliches Kinderlachen schallt, zieht viele Neugierige an. Kaffee und Kuchen unterm himmelblauen Zelt gleich daneben locken zum Bleiben. So können neue Bekanntschaften geknüpft und bestehende erneuert werden. Welch eine Freude: Sogar Migranten, die Röbel im letzten Jahr verlassen hatten, sind extra angereist, um zu berichten, wie es ihnen inzwischen ergangen ist. Klar, dass auch Bürgermeister Sprick schaut, was sich da vor den Amtsstuben so tut – und zu einem kurzen Kaffeeplausch bleibt.

Doch halt, wer hüpft denn da? Natürlich wollen alle Kinder einen Stempel mit Tiersymbol ergattern, entsprechend dem erzielten Dreisprung-Ergebnis – bis zum Eichhörnchen, Fuchs oder Reh? Dass alles mit rechten Dingen zugeht, darüber wacht Herr Geisler vom Forstamt Wredenhagen, der mit seinem Naturquiz angereist ist. Knifflig sind auch die Tierfährten im Sandkasten – gar nicht so leicht zu erraten, wer da seine Spur hinterlassen hat.

Der Asphaltweg wird zur Rennbahn: Mit den Pedalos lossausen und hinterher einen kleinen Preis einheimsen, das macht Laune. Besonders die Trillerpfeifen sind begehrt. Wer genügend getobt hat, lässt sich zum Basteln und Malen unter der Anleitung zweier Lehrerinnen nieder. Die Größeren haben währenddessen im Hof des Jugendhauses die Tischtennisplatten für sich entdeckt.

Töff, töff – bitte Platz machen! Das Minifeuerwehrauto steuert Herr Schlichting. Kurz darauf erscheint die Röbeler Jugendfeuerwehr piekfein in Uniform und beachtlicher Einsatzstärke und mischt sich unter die kunterbunte Schar. Die mitgebrachte Feuerwehrkluft wollen Röbeler Jungs natürlich samt Helm sofort anprobieren – ganz schön schwer, aber dafür feuerhemmend.

So viele Attraktionen machen Hunger und Durst. Fleißige ridato-Helfer haben im geschmückten Hof des Jugendhauses bereits den Grill angeheizt und das Salatbuffet eröffnet. Der Duft ist unwiderstehlich. Nach und nach leert sich der Elefantenspielplatz und die interkulturelle Gesellschaft lässt den Abend beim gemeinsamen Schmausen ausklingen. Besser kann die Begegnung der Kulturen kaum gelingen.

Das ridato-Sommerfest wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Dafür sind wir dankbar. Unser besonderer Dank gilt aber auch allen Mitwirkenden und Sponsoren, die dieses Fest zu einem besonderen Erlebnis machten: Frau Deutschländer und ihren Helfern aus dem Jugendhaus, der Bäckerei Gryphan, Herrn Schlichting und seinem Team der Jugendfeuerwehr, Herrn Geisler vom Forstamt Wredenhagen und allen Ungenannten, die mit ihrem Kommen das Fest bereicherten.

Monika Lempe

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