Newsletter 16.02.2016

Auch im neuen Jahr hält uns die Begleitung der Röbeler Flüchtlinge tüchtig auf Trab, und es gibt dazu durchaus Erfreuliches zu berichten.

Eine achtköpfige syrische Familie erhielt Bleiberecht und wird demnächst ihre eigene Wohnung in Röbel beziehen können. Nachdem nun alle bürokratischen Voraussetzungen gegeben sind, freuen sich die aufgeweckten Kinder auf die Schule.

Ein junger Syrer mit guten Deutschkenntnissen hat einen Praktikumsplatz in einem Röbeler Unternehmen erhalten. Wir wünschen ihm für seine ersten beruflichen Schritte in Deutschland viel Erfolg und gutes Gelingen.

Auf dem Gildekamp hat eine syrische Familie mit 5 Kindern eine neue Bleibe gefunden, nachdem die Familie zuvor zwei Jahre in einem jordanischen Lager verbringen musste.

Als neuer Flüchtlingsstandort im Amt Röbel kommt Rechlin hinzu, dort sind drei Wohneinheiten geplant, die zwei Familien und sechs allein reisende Männer aufnehmen.

Die Erweiterung der Standorte geht erfreulicherweise auch mit einer Verstärkung der sozialen Betreuung dezentral untergebrachter Asylbewerber einher. Seit dem 8. Februar gibt es zwei Ansprechpartner im CJD. Wir heißen den neuen Betreuer in Röbel herzlich willkommen und hoffen, ihn bald auch persönlich kennenzulernen.

Auf vielfachen Wunsch hat unsere Kleiderkammer in der Warener Chaussee 3 ab sofort nun auch am Montagnachmittag geöffnet. Die neuen Öffnungszeiten sind: Montag 15 – 17 Uhr, Mittwoch 10 – 13 Uhr und Donnerstag 10 – 13 Uhr. Gerne nehmen wir zu diesen Zeiten Spenden entgegen. Fast nebenbei hat sich die Kleiderkammer auch zu einem Kommunikations-Hotspot entwickelt.

Weniger erfreulich ist, dass alle Asylbewerber, die nach dem 1.1.2016 zu uns gekommen sind, keinen Anspruch auf einen Deutschkurs während des laufenden Asylverfahrens mehr haben. Es gibt kein Budget mehr dafür. Dies wird durch ehrenamtliches Engagement der ridato-Helfer aufgefangen. So erhalten auch alle Neuzugänge eine erste Einführung in die deutsche Sprache. Ebenso werden die Flüchtlinge aus den Herkunftsländern, die kein gesetzliches Anrecht auf einen Deutschkurs haben, weiterhin ehrenamtlich unterrichtet.

In beiden Fällen, wie auch bei dem vom Jobcenter geförderten Unterricht für Syrer und Eritreer, leisten uns unsere neuen Unterrichtsmaterialien, die aus Spendenmitteln angeschafft werden konnten, sehr gute Dienste. Wie so eine Deutschstunde bei ridato abläuft? Eine unserer Lehrerinnen hat ihre Erfahrungen in einem anschaulichen Bericht zusammengefasst. Lesen Sie nachstehend, was sie mit den Röbeler Flüchtlingen erlebt.

Monika Lempe

 

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