Patenschaften

Als Pate wird man Ansprechpartner in allen Dingen, Bezugsperson, Freund und Vertrauter eines Menschen sein – es geht um Beständigkeit, Verantwortung und Hingabe. Patenschaft ist ein Versprechen auf Hoffnung und Hilfe. Menschen kommen zu uns aus dem Krieg und nach dem Verlust einer ganzen Existenz, der Heimat, der eigenen Wurzeln. In unserer bisherigen Arbeit wurde uns schnell klar, wie wichtig Begegnung mit den Menschen ist. Sachspenden und Geld können erste Hilfe und Mittel sein. Pate sein bedeutet Bezugspunkt sein in einem entwurzelten Leben. Die Aufgaben sind vielfältig und oft sehr umfänglich. Meistens betreffen sie den Menschen ganzheitlich. Einkaufshilfe und Seelsorge, praktische Hilfe im Umgang mit offiziellen Stellen und Lebensfragen, das alles und noch viel mehr kann die Patenschaft sein. Die Bereitschaft, sich mit seiner Zeit, seinem Wissen und seiner Person als Gegenüber einzubringen sollte man mitbringen.

Interessenten für eine Patenschaft sollten in jedem Fall belastbar und sich darüber im Klaren sein, welche Verantwortung er/ sie übernimmt. Der zeitlichen Rahmen in der Umsetzung ist so unterschiedlich wie das Schicksal der einzelnen geflüchteten Menschen. Die Dauer einer Patenschaft lässt sich nur im konkreten Fall absehen. Die eigenen Ressourcen sollten dabei sehr realistisch beurteilt werden. Es können tiefe Freundschaften entstehen, von denen beide Seiten sehr profitieren. Eine eingehende Beratung im Vorfeld ist notwendig. Diese bieten wir gerne an. Auch die Begleitung der Paten, im Besonderen durch eine Supervision, ist möglich.

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